Info + Rat - Venenzentrum Dr. Hesse

Was sind Krampfadern?

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Krampfadern sind erweiterte Venen, die deutlich unter der Haut hervortreten.
Diese entstehen, wenn die Klappen, die dafür sorgen, dass Blut aus den Beinen zurück zum Herzen fließt, durch eine Verletzung oder Krankheit geschädigt werden. Die Venenklappen schließen dann nicht mehr richtig und verursachen einen Blutrückstau in den Beinen.

Was ist chronische Veneninsuffizienz (CVI)?

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Chronische Veneninsuffizienz (CVI) ist eine progressive Erkrankung, die sich im weiterenVerlauf verschlimmert und die Venen und Blutgefäße der Beine betrifft, welche das sauerstoffarme Blut zurück zum Herzen transportieren. Nicht behandelte Krampfadernkönnen mit einer CVI einhergehen.

Es gibt eine Vielzahl von Faktor, welche zur Entstehung von Krampfadern und CVI beitragen. Dazu zählen: Vererbung und Schwangerschaften. Wenn durch Krampfadern eine CVI entsteht, können weitere schmerzhafte Symptome wie Beinschwellungen, Hautschäden und Geschwüre auftreten.1,2

 

Info + Rat bei Venenproblemen

  1. Venenleiden
  2. Besenreiser
  3. Krampfadern
  4. Venengeschwür "Offene Beine"
  5. Venenverschluss (Thrombose)
  6. Tiefe Beinvenenthrombose
  7. Lipödem
  8. Lymphödem
  9. Behandlung von Venenleiden
  10. Minimalinvasive Behandlungsmöglichkeiten
  11. Venenoperation
  12. Venenstripping
  13. Endovenöse Laser-und Radiowellentherapie
  14. Verödung
  15. Vorbeugung
  16. Tipps für den Alltag

1. Venenleiden

Bis zu 2.000 Patienten werden jährlich aufgrund ihrer Venenerkrankung vorzeitig berentet. Noch heute sterben in Deutschland 30.000 Menschen jährlich an einer Lungenembolie - der gefürchteten Komplikation der Venenerkrankungen im Rahmen eines tiefen Beinvenenverschlusses. Im Jahr 1990 mussten über 100.000 Patienten mit Venenleiden stationär in Krankenhäusern behandelt werden.

Trotz modernster Operationsmethoden und durchdachter Behandlungsverfahren ist eine Venenerkrankung nicht heilbar. Man kann jedoch das Fortschreiten stark verlangsamen – je früher man mit der Behandlung beginnt, desto besser. Denn Venenerkrankungen durchlaufen verschiedene Stadien und schreiten ständig fort.

Für Venenleiden gibt es verschiedene Auslöser. Häufig wird die Veranlagung vererbt. Generell treten Venenleiden häufiger mit zunehmendem Alter oder nach Schwangerschaften auf. Langjährige stehende Tätigkeiten und Übergewicht sind ebenso wie Bindegewebsschwäche Faktoren, die unsere Venen beeinflussen. Auch Alkohol, der gefäßerweiternd wirkt, Hormonumstellungen in der Schwangerschaft und durch Medikamente ("Pille") sowie andauernde Verstopfung fördern das Entstehen von Venenleiden. Frauen sind davon häufiger betroffen als Männer. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihre Venen gesund sind, lassen Sie sich von Ihrem Arzt fachkundig beraten.

2. Besenreiser

Besenreiser sind feine, rote oder bläuliche Äderchen, die dicht unter der Hautoberfläche liegen. Sie sind meist wenige Millimeter lang und überziehen Ober- und Unterschenkel wie eine Landkarte.

In den meisten Fällen – Experten schätzen, dass fast die Hälfte der Bevölkerung von Besenreisern betroffen ist – handelt es sich eher um ein kosmetisches, denn um ein medizinisches Problem. Dennoch sollten Sie Ihre Beine von einem Arzt untersuchen lassen, denn Besenreiser können ein Zeichen für darunter liegende Krampfadern bzw. eine beginnende Venenerkrankung sein. Ihr Arzt wird dann eine entsprechende Behandlung einleiten.

Besenreiser-"Nester" an den Seiten der Oberschenkel können auch ein Hinweis auf ein Lipödem sein. Wenn Sie gleichzeitig "zu dicke" Oberschenkel haben, die jeder Diät widerstehen, sollten Sie Ihren Arzt auch darauf einmal ansprechen.

Und wenn sich Ihre Besenreiser als ungefährliche Venenveränderung erweisen? Dann müssen Sie sich dennoch nicht damit abfinden, sondern haben die Möglichkeit, sie durch eine Verödung (Sklerosierung) oder Lasertherapie beseitigen zu machen.

3. Krampfadern

Krampfadern sind erweiterte, krumme Beinvenen, die an der Hautoberfläche der Beine als wulstförmige Stränge hervortreten. Entgegen der – vor allem früher – weit verbreiteten Meinung, dass es sich nur um einen Schönheitsfehler handelt oder eine Alterserscheinung, die man hinnehmen muss, haben Krampfadern auch eine medizinische Bedeutung. Denn aus den kleineren Krampfadern können unbehandelt fingerdicke, stark hervortretende Krampfadern werden. Und die können nicht nur massive Beschwerden bereiten, sondern auch eine große gesundheitliche Gefahr darstellen. Werden sie nicht behandelt, können sie andauernde Venenleiden zur Folge haben – bis hin zu schmerzhaften Venengeschwüren, den "offenen Beinen".

Durch Veröden oder eine Venenoperation, das so genannte "Venenstripping", lassen sich Krampfadern entfernen. Die Ursache für Krampfadern sind jedoch schlecht schließende Venenklappen. Sie führen dazu, dass das Blut immer wieder in die Venen zurück sackt. Mit der Zeit leiern die Wände dieser Venen aus und es bilden sich Krampfadern. Um das Venenklappensystem zu unterstützen, wird deshalb meist das Tragen von Kompressionsstrümpfen verordnet. Auch eine Operation der Venenklappen kann notwendig sein.

Wenn Sie Krampfadern an sich beobachten, sprechen Sie bitte deshalb mit Ihrem Hausarzt oder suchen Sie einen Facharzt (Phlebologen) auf.

4. Venengeschwür - "Offene Beine"

Ein Venengeschwür, auch "offenes Bein" genannt, stellt die schwerste Form der andauernden Venenschwäche dar. Die Veränderungen durch die erkrankten Venen führen dazu, dass die Zellen der Haut nicht mehr ausreichend versorgt werden und diese absterben. Es kommt zu offenen Stellen, die häufig von Bakterien besiedelt werden. Meistens ist zunächst die Innenseite des Knöchels betroffen, aber auch der äußere Knöchel, das Schienbein, selbst das ganze Bein können betroffen sein. Ein Venengeschwür tut meistens nicht weh. Es muss aber auf jeden Fall behandelt werden, da sonst immer mehr Gewebe abstirbt.

Ein venöses Unterschenkelgeschwür (Ulcus cruris venosum), auch "offenes Bein" genannt, ist die schwerste Form chronischer Venenleiden. Die nässenden, schlecht heilenden Wunden entstehen durch eine Unterversorgung des Gewebes mit Blut und sind oft zusätzlich entzündet. Offene Beine sind die Folge einer jahrelangen unbehandelten oder unzureichend behandelten Venenschwäche und treten deshalb besonders bei älteren Menschen auf. Eine Ausnahme sind sehr große Geschwüre an den Unterschenkeln, die vor allem um das 30. bis 35. Lebensjahr erscheinen und nach einer Heilung oder Besserung immer wieder kommen können. Die kleinen Unterschenkelgeschwüre entwickeln sich vor allem im höheren Lebensalter und lassen sich meist auch leichter behandeln.

5. Venenverschluss (Thrombose)

Faktoren für die Bildung eines Blutgerinnsels sind im Wesentlichen die verlangsamte Blutströmung und eine erhöhte Gerinnungsneigung des Blutes. Deshalb haben Maßnahmen gegen eine Thrombose das Ziel, entweder die Gerinnungsneigung des Blutes zu verringern (zum Beispiel durch Medikamente) oder die Blutströmung in den Venen zu fördern (zum Beispiel durch Physiotherapie und Kompression). Bei einem mittleren bis hohem Thromboserisiko werden die Maßnahmen miteinander kombiniert. Die folgenden Maßnahmen beziehen sich auf die Thrombosevorbeugung im Krankenhaus, vor Operationen, sowie bei längerer Bettlägerigkeit. Dem allgemeinen Thromboserisiko bei Venenerkrankungen beugen Sie durch das Tragen der Ihnen verordneten Kompressionsstrümpfe vor.

6. Tiefe Beinvenenthrombose

Das Venensystem des Beins besteht aus oberflächlichen Venen im Bindegewebe direkt unter der Haut und tiefen Beinvenen in der Beinmuskulatur. Bildet sich ein Blutgerinnsel in einer tiefen Beinvene, ist der Weg des Blutes zum Herzen wesentlich mehr beeinträchtigt als bei einem Blutgerinnsel in den oberen Beinvenen. Das Blut staut sich im Bein und die Vene entzündet sich.

Neben den Schmerzen der Venenentzündung sind vor allem die Komplikationen der tiefen Beinvenenthrombose gefürchtet: Lösen sich Teile des Blutgerinnsels kann es zu einer Embolie der Lunge kommen, die tödlich enden kann. Die Gefahr für eine Embolie ist in den ersten drei bis fünf Tagen der Thrombose am größten.

In der Spätphase des Venenverschlusses ist das postthrombotische Syndrom eine häufige Komplikation: Darunter versteht man eine Schädigung der Venenklappen durch die Thrombose, die wiederum zu einen andauernden Venenschwäche mit allen Folgen bis hin zum "Offenen Bein" führen kann.

7. Lipödem

Viele Betroffene haben bereits eine Reihe von Diäten hinter sich. Doch auch extreme Fastenkuren ändern nichts am Beinumfang einer Lipödempatientin. Ebenso wenig erfolgreich sind medikamentöse Behandlungen oder ein isoliertes Sportprogramm. Dagegen hat sich eine Behandlung bewährt, die Kompression mit Bewegung kombiniert.

Eine operative Fettabsaugung (Liposuktion) ist stets mit Risiken verbunden, oft aber das beste Mittel, ein aggressives Lipödem zu stoppen, bevor auch das Lymphsystem geschädigt ist.

Im Gegensatz zum Lymphödem treten Lipödeme stets symmetrisch auf. Dabei kommt es zu „säulenartigen“ Veränderungen und Deformierungen der Beine. Typisch sind die „Reiterhosen“ an Po und Hüften. Dehnt sich die Erkrankung weiter nach unten aus, spricht man von „Suavenhosen“, da die Deformierungen in der Regel am Fußknöchel enden, das Fett jedoch überlappt.

Lipödeme sind schmerzempfindlich gegen Druck und Berührung. Im fortgeschrittenen Stadium verursachen bereits engeranliegende Kleidungsstücke Schmerzen. Im Gegensatz zum Lymphödem ist das „Stemmer’sche Zeichen“ bei Lipödemen stets negativ.

Erkennungszeichen für Lipödeme im Überblick:

Negatives „Stemmer’sches Zeichen“

Symmetrische Schwellungen

Berührungs- und Druckschmerz; Berstungsschmerz

Häufig „Besenreisernester“ im seitlichen Bereich der Oberschenkel

Neigung zu Blutergüssen

Familiäre Vorbelastung

Haut weich, knotig, typische Dellen

In einigen Fällen sind ebenfalls die Arme betroffen

8. Lymphödem

Das Lymphödem ist eine unter der Haut liegende Weichteilschwellung. Ein Lymphödem entsteht, wenn das Lymphgefäßsystem die Lymphe, (= Gewebsflüssigkeit), nicht mehr abtransportieren kann. Der entstehende Rückstau von Wasser und Eiweiß im Gewebe verursacht die Schwellung. Das Eiweiß kann der Grund für eine chronische Entzündung im Gewebe sein, die zur Bildung von Bindegewebsfasern führt.

Lymphödem - Ursache und Behandlung

Die Ursache des Lymphödems ist die Zunahme von Lymphflüssigkeit im Gewebe. Diese sammelt sich an, weil sie über Lymphbahnen und Lymphknoten nicht mehr ausreichend abtransportiert werden kann. Das Ziel der Behandlung muss also sein, den Abtransport der Lymphflüssigkeit aus dem Gewebe zu verbessern und somit die Flüssigkeitsmenge im Gewebe zu verringern. Da ein Lymphödem nicht heilbar ist, muss die Therapie konsequent eingehalten werden, damit sich die Erkrankung nicht verschlimmert.

Bei der Behandlung von Lymphödemen hat sich die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE) bewährt und durchgesetzt.

Sie bewirkt zum Beispiel:

das Abfließen von Lymphstauungen

das Umstrukturieren von verändertem, verhärteten Bindegewebe

das Aktivieren der Muskelpumpen

9. Behandlung von Venenleiden

"Vorbeugen ist besser als heilen" - dieser Spruch trifft leider auch auf die meisten Venenleiden zu. Eine gesunde Lebensführung, ausreichend Bewegung sowie u.U. das Tragen von Kompressionsstrümpfen können die Ausprägung von Venenleiden aufhalten oder lindern.

Unter bestimmten Voraussetzungen oder bei fortgeschrittener Erkrankung kann dennoch eine Venenoperation sinnvoll sein.

10. Minimalinvasive Behandlungsmöglichkeiten

Heutzutage gibt es eine Reihe von minimalinvasiven Behandlungsoptionen für CVI-Patienten. Beim Auftreten der ersten Symptome werden oftmals nur Kompressionsstrümpfe zur Linderung verordnet. Um ein Fortschreiten der CVI wirklich zu verhindern, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten die Krampfadern zu entfernen und hierdurch eine höhere Lebensqualität zu erreichen.

11. Venenoperation

Reicht die Behandlung mit Kompression, Bewegung und unterstützenden Maßnahmen nicht aus, die Venenschädigungen zu stoppen, stehen eine Reihe chirurgischer Möglichkeiten zur Verfügung. Die verschiedenen operativen Maßnahmen haben allesamt das Entfernen nicht mehr funktionierender Venen oder Venenteile zum Ziel. Die venenchirurgischen Eingriffe sind allerdings nur im oberflächlichen Venensystem durchführbar.

12. Venenstripping

Beim Venenstripping werden nicht mehr ausreichend leistungsfähige Venen oder Venenteile aus den unteren Gliedmaßen entfernt. Dazu wird die geschädigte Vene am oberen (proximalen) sowie am unteren (distalen) Ende eröffnet und mittels einer Sonde (Venenstripper) aus dem Bein gezogen.

Diese Art des Engriffs beschränkt sich in aller Regel auf die beiden großen Stammvenen (Venae saphena magna und saphena parva).Vorteil dieser Technik sind die nur kleinen Einschnitte, die meistnarbenfrei verheilen.

13. Endovenöse Laser-und Radiowellentherapie

Die endovenöse thermische Ablation ist ein minimalinvasiver Eingriff, bei dem eine dünne, flexible Sonde in die betroffene Vene eingeführt wird, um sie mit Hitze zu versiegeln. Blut, das normalerweise über diese Venen zum Herzen zurückfließen würde, wird stattdessen über andere Venen transportiert. Die behandelten, denaturierten Venen werden mit der Zeit vom Körper fibrotisch abgebaut. Im Vergleich zur herkömmlichen Operation (Stripping mit Krossektomie), ist dieser Eingriff mit weniger Schmerzen verbunden und die Erholungszeit ist wesentlich kürzer.

14. Verödung

Die Verödung (Sklerosierung) kleinerer Venen (z.B. Besenreiser) wird durch das Einspritzen entzündungsfördernder Medikamente erreicht. Aber auch größere Venen können verödet werden, wenn andere Methoden nicht zur Anwendung kommen dürfen.

Eine Art der Verödung ist die "Crossektomie". Dabei wird die Mündung der großen Stammvene (Vena saphena magna) mittels Verödung ausgeschaltet.

Bei größeren Gefäßen erfolgt die Ausschaltung häufig durch die Koagulation (Verkleben durch Blutgerinnung) mittels einer elektrischen

Zange (Bipol-Zange) und anschließender Durchtrennung der Vene.

Nachbehandlung:

Nach einem venenchirurgischen Eingriff besteht Kompressionspflicht. Noch während der Operation wird ein aufwendiger Kompressionswickelverband angelegt, immer häufiger jedoch kommt die moderne und kostengünstige Versorgung mit Strumpfverbänden zum Einsatz. Anschließend - je nach Art und Ausmaß der Operation nach einem Tag bis nach drei Wochen - werden medizinischen Kompressionsstrümpfe getragen.

15. Vorbeugung

Am wirksamsten können Sie Krampfadern und anderen Venenerkrankungen vorbeugen, wenn Sie konsequent medizinische Kompressionsstrümpfe der Kompressionsklasse 1 oder 2 tragen.

Liegt noch keine Erkrankung (medizinische Indikation) vor, trägt die Krankenkasse die Kosten nicht. Die Investition ab ca. 60 EUR (Kniestrümpfe) lohnt sich für Ihre Gesundheit aber in jedem Fall, zumal Kompressionsstrümpfe bei richtiger Pflege sechs Monate haltbar bleiben. Bei einer medizinischen Indikation übernimmt die Krankenkasse einen Teil der Kosten.

Das vorbeugende Tragen von Kompressionsstrümpfen macht für Sie Sinn, wenn...

Sie eine ererbte Bindegewebsschwäche haben. Dies ist oft der Fall, wenn Krampfadern und andere Venenleiden in Ihrer nahen Verwandtschaft vorkommen.

Sie einen Beruf ausüben, bei dem Sie regelmäßig lange Sitzen, Stehen oder Hocken müssen. Nur bei Bewegung können die Gelenk- und Muskelpumpen voll funktionieren. Die Venen werden durch Muskelaktivität leer gepumpt – oder eben nicht.

Sie unter chronischer Verstopfung leiden. Der Druck auf den Bauchraum erhöht sich, die Venen werden zusätzlich belastet.

Sie regelmäßig [zu viel] Alkohol trinken. Alkohol wirkt gefäßerweiternd.

Sie schwanger sind oder gerade geboren haben, die „Pille“ oder ein Hormonpräparat für die Wechseljahre nehmen. Hormonumstellungen begünstigen Krampfadern.

Bei besonderen Belastungssituationen, z.B. auf langen Reisen (speziell im Flugzeug) oder wenn man lange stehen muss (wie z.B. auf Messen) wird auch Venengesunden empfohlen, durch das Tragen spezieller (Knie-)Strümpfe rechtzeitig Vorsorge zu treffen.

16. Tipps für den Alltag

Bewegen Sie sich, so oft es möglich ist. Verändern Sie häufiger Ihre Position, legen Sie – wenn möglich – die Beine hoch (etwa beim Telefonieren).

Ernähren Sie sich leicht und ausgewogen.

Reduzieren Sie eventuelles Übergewicht.

Kleiden Sie sich bequem und locker.

Wählen Sie bequeme flache Schuhe.

Duschen Sie Ihre Füße regelmäßig kalt ab. Auch Wechselduschen stärken das Bindegewebe.

Planen Sie regelmäßig zehn Minuten Venengymnastik in Ihren Alltag ein.

Tragen Sie Einlagen, wenn Sie einen Senk- oder Spreizfuß haben.

Tragen Sie medizinische Kompressionsstrümpfe.

 

Mythen über Krampfadern und Besenreiser

Liste weit verbreiteter Mythen und Irrtümer über Krampfadern,Besenreiser und Erklärungen zu Venenleiden und deren Behandlung.

Irrtum Nr. 1:
Krampfadern entstehen nicht durch langes Stehen.

Wahrheit: Menschen, die einen Großteil ihrer Zeit im Stehen verbringen, sind stärker gefährdet, Krampfadern zu entwickeln. Experten empfehlen Personen, die beruflich bedingt lange Zeit stehen müssen, wie etwa Gastronomiepersonal oder Athleten, in Ruhezeiten die Beine hochzulegen, wobei die Füße auf einer Ebene oberhalb des Herzens liegen sollten.1

Irrtum Nr. 2:
Beine überschlagen fördert das Auftreten von Krampfadern und/oder CVI.

Wahrheit: Sitzen mit gekreuzten Beinen hat nur wenig mit dem Auftreten von Krampfadern und/oder CVI zu tun. Jedoch fördert Übergewicht häufig die Bildung von Krampfadern, da die Venen aufgrund der zusätzlichen Belastung in den Beinen und Knöcheln anschwellen und der Blutfluss gestört wird. Um den Blutkreislauf in den Beinen anzuregen und die Risiken zu reduzieren, die zu CVI und Krampfadern führen, wird regelmäßiger Sport und ein gesundes Körpergewicht empfohlen.2

Irrtum Nr. 3:
Besenreiser sind das gleiche wie Krampfadern.

Wahrheit: Sowohl Krampfadern als auch Besenreiser werden von Durchblutungsstörungen verursacht. Allerdings stellen sich Besenreiser als Netz blauer oder roter Venen direkt unter der Hautoberfläche dar und verursachen keine Hautwölbungen. Obgleich sie kein medizinisches Risiko darstellen, können Besenreiser aus kosmetischen Gründen mittels minimalinvasiver Eingriffe entfernt werden.

Irrtum Nr. 4:
Männer tragen kein Risiko, Krampfadern und/oder CVI zu entwickeln.

Wahrheit: Obwohl bei Männern das Risiko, Krampfadern zu entwickeln, niedriger ist als bei Frauen, können auch Männer an CVI erkranken. In Wahrheit entwickeln 42 % der Männer noch vor ihrem 60. Geburtstag Krampfadern.3 Nichtsdestotrotz sucht ein Großteil erst dann einen Arzt auf, wenn sich die Symptome verschlimmern.

Irrtum Nr. 5:
Unzureichende Flüssigkeitszufuhr fördert Krampfadern und/oder CVI.

Wahrheit: Unzureichende Flüssigkeitszufuhr hat nur einen geringen Einfluss auf die Entstehung von Krampfadern. Allerdings fördern Verletzungen der unteren Extremitäten erwiesenermaßen Symptome, die wiederum eine CVI hervorrufen.1 Während der Schwangerschaft besteht ein erhöhter Druck auf die Venen im Becken, was die Entstehung von Krampfadern in den Beinen fördert.

Irrtum Nr. 6:
Krampfadern sind lediglich ein kosmetisches Problem und müssen nicht behandelt werden.

Wahrheit: Krampfadern, die häufig als kosmetisches Ärgernis abgetan werden, können in Wahrheit weitaus ernstere Erkrankungen hervorrufen, wie etwa eine CVI. CVI ist eine progressive Erkrankung, die unbehandelt zu zunehmend schweren Symptomen führen kann, einschließlich Schmerzen und Schwellungen in den Beinen, Hautschäden und Geschwüren.4 Als behandelbares Leiden können Krampfadern mittels unterschiedlicher minimalinvasiver Verfahren, wieVenefit™ , segmentale endovenöse Therapie, behandelt werden, bevor sie zu einem größeren Problem werden.

Irrtum Nr. 7:
Die genetische Veranlagung und das Alter haben keinen Einfluss auf das Entstehen von Krampfadern und CVI.

Wahrheit: Die genetische Veranlagung und das Alter haben großen Einfluss auf das Entstehen von Krampfadern und CVI. Tatsache ist, dass Frauen über 50 das höchste Risiko zur Entwicklung einer CVI tragen.4 Sollte jemand in Ihrer Familie an Krampfadern oder CVI-Symptomen leiden, entwickeln Sie im Laufe Ihres Lebens mit höherer Wahrscheinlichkeit ebenfalls Krampfadern.4

Quelle: www.medi.de

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